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Vielfältige Förderungen nutzen

© solidcolours über Adobe Stock

Eine Weiterbildung kann kostspielig sein. In Bayern gibt es jedoch eine ganze Reihe von Unterstützungsleistungen und finanzielle Förderungen für Weiterbildungsinteressierte.  

Eine Frage der Finanzierung

Natürlich kostet eine Weiterbildung nicht nur Zeit und Energie. Es fallen auch Kosten für Kurse, Seminare, Arbeitsmittel, Fahrt oder Prüfungen an. Auch müssen eventuell weitere persönliche Investitionen geleistet werden, wie beispielsweise auf bezahlte Überstunden zu verzichten oder eine Kinderbetreuung zu bezahlen.

Bevor Sie sich für eine berufliche Weiterbildung entscheiden, sollten Sie zunächst prüfen, ob und wie Sie diese finanzieren können.

Erster Ansprechpartner kann Ihre Arbeitgeberin oder Ihr Arbeitgeber sein: Denn Weiterbildung findet insbesondere auch in den bayerischen Unternehmen statt. Ob Qualifizierung direkt am Arbeitsplatz oder formal organisierte Maßnahmen mit Zertifikat – viele Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber stellen Ihnen verschiedene Instrumente zur Verfügung, um Ihr Potenzial noch besser zur Erreichung des Betriebsziels zu nutzen.

Förderung durch die Arbeitgeberin und den Arbeitgeber

Eine Studie des Forschungsinstituts Betriebliche Bildung zeigt, dass berufliche Weiterbildung meist während der bezahlten Arbeitszeit stattfindet und bis zu 56 Prozent von der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber finanziert wird (vgl. BIBB-Studie 2019).

Denn durch Weiterbildungsmaßnahmen steigt die Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und so profitieren letztlich auch die Unternehmen davon. Im Idealfall zahlt die Weiterbildung also Ihre Arbeitgeberin oder Ihr Arbeitgeber. Darüber hinaus könnten auch weitere Unterstützungsleistungen wie Sonderurlaub oder eine Reduzierung Ihrer Arbeitszeit denkbar sein. Unternehmen, die ihre Beschäftigten weiterbilden, stärken nicht nur ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit, sondern setzen auch ein positives Signal an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gerade kleine und mittlere Unternehmen leiden immer wieder unter Fachkräfteengpässen. Deshalb sind sie oftmals bereit, in ihre Belegschaft zu investieren, um sie auch in Krisenzeiten im Unternehmen halten zu können. So haben beispielsweise laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft rund 15 Prozent der Unternehmen, die in den ersten Monaten der Corona-Krise im Jahr 2020 auf Kurzarbeit angewiesen waren, diese Zeit für Weiterbildungen genutzt (vgl. IW-Studie 2020).

Sprechen Sie Ihre Arbeitgeberin oder Ihren Arbeitgeber beziehungsweise Ihren Betriebsrat auf eine mögliche Unterstützung durch Ihr Unternehmen an!

Staatliche Förderung für ein individuelles Weiterbildungsvorhaben

Darüber hinaus gibt es für die Einzelne oder den Einzelnen  eine Vielzahl von individuellen staatlichen Förderungen. Auch hier gilt: Mit frühzeitiger Planung lässt sich Geld sparen. Insbesondere sollten Förderfragen vor Beginn der Weiterbildung geklärt werden, da eine nachträgliche Bezuschussung durch den Staat in der Regel nicht möglich ist.

Bildungsprämie, Bildungsscheck oder Bildungsgutschein? Die bekanntesten Fördermaßnahmen klingen ähnlich, unterscheiden sich bezüglich der zu erfüllenden Voraussetzungen aber deutlich. Welche Förderung infrage kommt, hängt insbesondere von persönlichen Verhältnissen wie dem Einkommen, vom Thema der Weiterbildung und vom angestrebten Abschluss ab.

So werden mit der Bildungsprämie des Bundes (maximaler Betrag von 500 Euro oder Spargutschein) Personen mit niedrigerem Einkommen unterstützt (zu versteuerndes Jahreseinkommen von maximal 20.000 Euro, als gemeinsam Veranlagte 40.000 Euro). Für eine Förderung mit dem Bayerischen Bildungsscheck (Pauschalzuschuss in Höhe von 500 Euro) muss das Brutto-Jahreseinkommen aus nichtselbstständiger Tätigkeit hingegen über 20.000 Euro liegen. Und während es für die mit der Bildungsprämie geförderten Weiterbildungen keine thematischen Vorgaben gibt, kann der Bayerische Bildungsscheck nur für Weiterbildungen im Bereich Digitalisierung eingelöst werden.   

Auch beim Bildungsgutschein, den die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter ausstellen, muss für jeden Einzelfall geprüft werden, ob die Voraussetzungen vorliegen. Das Angebot richtet sich an Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und insbesondere auch an Beschäftigte ohne oder mit nicht mehr verwertbarem Berufsabschluss. Mit dem Bildungsgutschein sollen verstärkt berufsabschlussbezogene Weiterbildungen (also beispielsweise Umschulungen) gefördert werden.

Wer bereits einen Berufsabschluss in der Tasche hat und sich nun weiterqualifizieren will, kann ebenfalls von Förderungen profitieren. Das Aufstiegs-BAföG fördert Aufstiegsfortbildungen, also Meisterkurse oder andere auf einen Fortbildungsabschluss vorbereitende Lehrgänge. Als zusätzlichen Anreiz gewährt der Freistaat Bayern jeder erfolgreichen Absolventin und jedem erfolgreichen Absolventen verschiedener beruflicher Fortbildungen den Meisterbonus in Höhe von 2.000 Euro. Zudem gibt es Kredit- und Stipendien-Programme, die bei der beruflichen Weiterbildung Unterstützung bieten.

Mit unserem Lotsen zur passenden Förderung

Die Fördermöglichkeiten hängen also entscheidend von Ihrem persönlichen Weiterbildungsvorhaben ab. Sie sind noch unschlüssig? Lassen Sie sich einfach von einer unserer Weiterbildungsinitiatorinnen oder -initiatoren beraten. Deren Kontaktdaten finden Sie mit unserem Lotsen genauso wie weiterführende Informationen zu den einzelnen Förderprogrammen. Darüber hinaus erhalten Sie auch weitere Beratung von unterschiedlichen Institutionen und Trägern. Finden Sie mit unserem Lotsen Ihren passenden Ansprechpartner!

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