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Weiterbildungen für jede Lebenslage

Regina Carbone konnte in Oberbayern ihr Herzensprojekt verwirklichen. © StMAS/ Frederik Löwer

„Man muss in sich selbst investieren“, findet Regina Carbone, die ihre beruflichen und persönlichen Ziele durch verschiedene Weiterbildungen erreichte – je nachdem, wie es das Leben erforderte.

Sich neuen Herausforderungen zu stellen fiel Regina Carbone nicht immer leicht, doch die gebürtige Hannoveranerin, die seit 2021 in Oberbayern lebt, ließ sich nicht beirren: „Ich habe immer weitergemacht“, erzählt die heute 54-Jährige*. Ihre beruflichen Stationen sind im sozialen Bereich angesiedelt. Sie arbeitete als Arzthelferin in der ambulanten Pflege, durchlief eine Weiterbildung zur Pflegedienstleitung (PDL) und erwarb eine sozial-psychiatrische Zusatzausbildung. „Ich habe mich von der Krankenschwester hochgearbeitet zur psychiatrischen Fachschwester und Leitung“, erzählt sie.

Als ihr Mann in Oberbayern ein eigenes Geschäft eröffnete, unterstützte sie ihn und arbeitete nebenbei als Beraterin für niedrigschwellige Betreuungsangebote in der Region, unter anderem für die Alzheimer Gesellschaft Lechrain e. V. Doch dann musste ihr Mann das Geschäft aus gesundheitlichen Gründen schließen. Regina Carbone machte aus der Not eine Tugend und plante einen beruflichen Neuanfang.

Ziele

„Ich möchte, dass sich die Menschen ihrer Kompetenzen bewusstwerden und sie erkennen: Das schaffen wir miteinander. Die größte Herausforderung ist, selbst aktiv zu werden. Man muss sich rausbewegen und vernetzen. In Kontakt zu bleiben ist das Wichtigste und gleichzeitig das Schwierigste.“

Durch Fortbildung berufliche Stabilität erreichen

Um herauszufinden, welche beruflichen Perspektiven ihr zur Verfügung stehen, wandte sie sich an die Frau & Beruf GmbH: „Ich wollte nicht zurück in die Pflege und die therapeutische Arbeit. Mir war klar, dass ich da nicht anknüpfen konnte“, erzählt sie. Eine Beraterin machte sie auf ein Onlineseminar für die Aufstiegsfortbildung zur Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen aufmerksam. „Das war für mich eine super Qualifikation, um mehr im kaufmännischen Bereich zu arbeiten und mir gleichzeitig ein neues berufliches Standbein aufzubauen.“ Die Fortbildung hat sie erfolgreich abgeschlossen und über das Aufstiegs-BAföG finanziert: 50 Prozent der Kosten für den Lehrgang wurden ihr erlassen, für die verbleibenden 50 Prozent erhielt sie ein zinsgünstiges Darlehen der KfW: „Das waren wirklich geniale Konditionen“, erzählt sie begeistert. Dank ihres Abschlusses konnte sie im Anschluss die Bereichsleitung in einem Wohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung übernehmen.

Die Fortbildung konnte Regina Carbone mithilfe des Aufstiegs-BAföGs finanzieren: 50 Prozent der Kosten für den Lehrgang wurden ihr erlassen, für die verbleibenden 50 Prozent erhielt sie ein zinsgünstiges Darlehen der KfW.

Mit Weiterbildung zum Herzensprojekt

Neben ihrer festen Stelle engagierte sie sich weiterhin in der Alzheimer Gesellschaft Lechrain e. V. und arbeitete an ihrem persönlichen Herzensprojekt – einer gemeinnützigen Initiative für Menschen mit und ohne Behinderung. Aufgrund ihrer beruflichen Erfahrungen weiß Regina Carbone, wie schwierig es für Menschen mit Beeinträchtigungen und deren Angehörige ist, die Freizeit zu gestalten. Je nachdem, welche Behinderung vorliege, hätten die Personen spezielle Bedürfnisse, auf welche die Freizeitangebote besser angepasst werden müssten. „Dieses Recht auf freie Lebensgestaltung nach eigenem Ermessen – darum geht es mir“, sagt sie. Um sich darüber klar zu werden, wie sie weiter vorgehen sollte, belegte sie zwei Weiterbildungsseminare im Rahmen des Projekts „Arbeit 4.0 – Digitale Kompetenzen“ der Frau & Beruf GmbH. Beide wurden über den Europäischen Sozialfonds Plus gefördert: „Das Seminar „Nachhaltigkeit – von der Haltung zur Handlung“ hat mich wahnsinnig vorangebracht, weil das der Anstoß für meine Initiative war“, erzählt sie. Ihr wurde schnell klar, dass sie mit einer regionalen Initiative starten musste und eine Website brauchte. Um diese selbst erstellen zu können, belegte sie im Anschluss das Weiterbildungsseminar „Website und WordPress“. „In sozialen Berufen ist die Anbindung an das Digitale nicht so stark. Ich kannte die ganzen Begriffe gar nicht und brauchte dringend ein Update“, sagt sie. Mittwochs und freitags lernte Regina Carbone online, am Samstag trafen sich alle Teilnehmenden bei der Frau & Beruf GmbH in Bad Tölz, um ihre Ergebnisse vorzustellen. „Das war super, weil ich so die Möglichkeit hatte, immer direkt nachzufragen, wenn ich etwas nicht verstanden hatte.“

In sozialen Berufen ist die Anbindung an das Digitale nicht so stark. Ich kannte die ganzen Begriffe gar nicht und brauchte dringend ein Update.

Digitale Kompetenzen und Vernetzung

Die Weiterbildungsseminare haben ihr geholfen, ihr Herzensprojekt umzusetzen. „Ich konnte einerseits für mich klären, wohin ich will. Und andererseits habe ich durch den Kontakt mit den anderen Teilnehmenden viele interessante Impulse bekommen.“ Auf der Website der gemeinnützigen Initiative sollen regionale Freizeitangebote, die für Menschen mit Handicap geeignet sind, vorgestellt werden. Gleichzeitig sollen Freizeiteinrichtungen und andere Anbieter für gemeinsame Projekte gewonnen und betroffene Menschen und Angehörige dazu angeregt werden, sich mit ihren eigenen Ideen einzubringen. „Ich möchte, dass sich die Menschen ihrer Kompetenzen bewusstwerden und sie erkennen: „Das schaffen wir miteinander. Die größte Herausforderung ist, selbst aktiv zu werden. Man muss sich rausbewegen und vernetzen. In Kontakt zu bleiben ist das Wichtigste und gleichzeitig das Schwierigste.“ Regina Carbone ist jedenfalls zuversichtlich, dass ihr Plan aufgeht.

 

*Altersangabe zum Zeitpunkt der Veröffentlichung im Jahr 2023

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