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Digitales Know-how für die Zukunft

Susanne Feigl (37), gelernte Mediengestalterin und Technische Betriebswirtin aus der Oberpfalz © StMAS

Führungsaufgaben, abwechslungsreiche Herausforderungen und neue Perspektiven – für Susanne Feigl gibt es vielfältige Gründe, sich weiterzubilden. Aktuell kümmert sie sich um ihre digitalen Kompetenzen.

Weiterbildung am Wochenende

Die Medienbranche entwickelt sich stetig – dieser Aspekt hat Susanne Feigl besonders an ihrer Ausbildung zur Mediengestalterin gereizt. „Das war damals ein Beruf, dem Zukunftspotenzial attestiert wurde“, erinnert sich die 37-Jährige. „Heute gibt es allerdings sehr viele Mediengestalterinnen und -gestalter auf dem Markt.“ Um sich aus der Masse abzuheben, investiert sie in ihr Wissen.

Susanne Feigl arbeitete zehn Jahre in ihrem Ausbildungsbetrieb, einer Druckerei. Ihren Beruf hat sie immer gerne ausgeübt. Gleichwohl hatte sie Lust dazu, weiter zu lernen. Sie entschloss sich zu einer berufsbegleitenden Weiterbildung an der IHK-Akademie Ostbayern zur Geprüften Medienfachwirtin. Zweieinhalb Jahre lang gehörten ihre Samstage der Betriebswirtschaft, der Personalführung, dem Arbeitsrecht und dem Marketing. „Das hat Spaß gemacht, zumal sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Weiterbildung gegenseitig motiviert haben“, schildert Susanne Feigl.

Sonderurlaub für die Prüfung

Die Kosten für diese Weiterbildung hat damals ihr Arbeitgeber komplett übernommen. Ihm war daran gelegen, Susanne Feigl im Unternehmen zu halten. Bedauerlicherweise haben sich dann aber die Dinge nicht so entwickelt wie geplant: Die frischgebackene Medienfachwirtin wurde nicht ihrer erworbenen Qualifikation entsprechend eingesetzt, es gab neue Vorgesetzte, die ihr kaum Entwicklungsmöglichkeiten zugestanden.

So suchte und fand sie einen neuen Arbeitgeber, ebenfalls eine Druckerei, in ihrem Heimatort Schierling im Landkreis Regensburg. Dort laufen Zeitschriften, Poster und Prospekte über die Bänder. Susanne Feigl leitet nun seit einigen Jahren eine Abteilung und ist sehr zufrieden in ihrem Job. Trotzdem will sie nicht auf der Stelle treten. Von 2017 bis 2019 absolvierte sie noch die Weiterbildung zum Technischen Betriebswirt – erneut berufsbegleitend samstags. Auf finanzielle Unterstützung ihres Arbeitgebers verzichtete sie, allerdings gewährte das Unternehmen ihr Sonderurlaub für eine Lernwoche und die Prüfungen.

Passgenaue Möglichkeiten der Finanzierung

Da sie sich selbst um die Finanzierung kümmerte, hat sich Susanne Feigl intensiv mit dem Thema Weiterbildungsförderung beschäftigt. „Da muss man schon ein bisschen Zeit investieren, aber es lohnt sich“, betont die Betriebswirtin. Sie hat Aufstiegs-BAföG beantragt, eine Förderung, die sich aus Zuschüssen und optional einem zinsgünstigen Darlehen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zusammensetzt: „Wenn man die Prüfung schafft, wird das Darlehen teilweise erlassen, das ist ein super Anreiz. Zudem konnte ich diese Förderung mit dem Meisterbonus in Höhe von 2.000 Euro kombinieren.“

Neues Wissen bringt neue Perspektiven. Das gilt sowohl aus beruflicher als auch persönlicher Sicht.

Weiterbildung geht weiter

Die berufliche Fortbildung hat einen positiven Effekt auf ihren Gehaltszettel. „Dennoch ist eine Top-Stelle nicht die Hauptmotivation für meine Ambitionen. Mir geht es auch darum, meine Persönlichkeit weiterzuentwickeln und Perspektiven zu entdecken.“ Deshalb will Susanne Feigl auch ihre digitalen Kompetenzen erweitern. Die nächste IHK-Weiterbildung zum „Social Media Manager“ wird im Herbst 2020 stattfinden – diesmal mit finanzieller Untertstützung durch den Bayerischen Bildungsscheck. „Ich glaube, digitales Know-how ist die Zukunft in unserer Branche.“

 

Informationen zum Aufstiegs-BAföG

Informationen zum Meisterbonus

Informationen zum Bayerischen Bildungsscheck

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